Aprikosen-Tarte

Soulfood 2.0 – Lieblings-Beispiel Aprikosentarte

Essen tröstet. Das kennen wir schon. Wenn die Laune am Nullpunkt angelangt ist, greifen wir gerne zu. Aber kann Essen wirklich als Soulfood = Seelenfutter betrachtet werden? Berge von Schokolade oder Torte verdrücken kann es wohl nicht sein. Das gibt allenfalls Bauchschmerzen und da ist die Seele bestimmt auch nicht glücklich! Was ist also Soulfood wirklich?

Was ist eigentlich Soulfood?

Der Begriff kommt ursprünglich von den Afroamerikanern und steht meistens für deftige traditionelle Gerichte.  Moderne Forschungen haben allerdings ergeben, dass die Zusammenhänge zwischen Körper und Seele viel konkreter sind als angenommen und deshalb vor allem der Darm für unser Gefühlsleben mitverantwortlich ist. Moderne Köche sprechen ganz allgemein deshalb von Wellness für Magen, Herz und Seele. Bei echtem Soulfood geht es also nicht um Satt-werden, sondern um Streicheleinheiten für die Seele, die durch den Magen gehen.

Und es geht beileibe nicht darum, nur „gesund“ zu essen, was immer das heißen mag. Sondern darum, den Genuss für Seele und Körper herzustellen.
Das Seelenfutter hat den riesigen Vorteil, dass es praktisch jederzeit verfügbar ist, um uns sofort und auf der Stelle etwas Gutes zu tun. Die superfixe Seelen-Feuerwehr sozusagen! Damit die innere Sonne wieder scheint! Gewusst wie, ist es ein unbestreitbarer Glücksfaktor.

Soulfood und das emotionale Innenleben

Kann man gute Laune einfach Löffeln? Tatsächlich ja, zumindest in gewissem Umfang.
Wenn du Milchreis isst, erinnerst du dich vielleicht an die liebevolle Zuwendung deiner Großmutter, bei exotischen Gewürzen fühlst du dich unbeschwert wie im letzten Urlaub und bei Schokolade spürst du das Aroma der Belohnung für alle deine Mühen.
Es gibt Lebensmittel, die nachweislich die Produktion von Glückshormonen wie Serotonin und Dopamin fördern und wissenschaftliche Untersuchungen haben dazu ergeben, dass bestimmte Lebensmittel unmittelbar mit der Ausschüttung von Glückshormonen verbunden sind.
Abgesehen von diesem spannenden Hormongeschehen ist eine optimale Funktion unseres Darms ausschlaggebender als angenommen. Und die Wissenschaft spricht sogar vom Bauchgehirn. Und kaum zu glauben, aber offenbar ist der Zustand der Darmflora sogar bei Depressionen mitbeteiligt.

Die Basics von modernem Soulfood

  • Ballaststoffe: Allerneueste Forschungen in den USA und in Norwegen haben zweifelsfrei die Bedeutung der Ballaststoffe für die Darmflora und somit für die gute Laune erwiesen. das bedeutet: Vollwert-Produkte, Hülsenfrüchte, Kohlgemüse, Nüsse und Samen, z.B. Leinsamenmehl, Kürbismehl, Flohsamenschalen und Chiasamen
  • Vitamine: Ganz besonders Vitamin C und D, also Paprika, Kartoffeln, Seefisch, Nüsse, Petersilie, Zitronen, Beeren. Vitamin C erfrischt mehr als Koffein, also ist ein Apfel, der nicht zu lange gelagert ist beispielsweise oft wirksamer als eine Tablette oder Kaffee.
  • Mineralien: Kalium und Magnesium stehen an erster Stelle, d.h. Trockenfrüchte wie Aprikosen und Bananen, Avocados und Beeren, alle Kohlsorten, Hülsenfrüchte, Karotten, Kohlrabi, Kohlrüben, Kürbis, Löwenzahn, Mais, Rettich, Schwarzwurzeln, Sellerie, rote Paprika, Tomaten, Fenchel. Für Magnesium Kichererbsen, Kürbiskerne, Hirse, Roggen-Vollkornbrot etc.
  • Omega3-Fettsäuren: Walnüsse, Hanfnüsse, Sesam, Leinöl, Hanföl, Chiasamen, fetter Seefisch, etc. Da die Omega3-Fettsäuren das Gehirn direkt beeinflussen, sollten sie täglich zu sich genommen werden! Nicht umsonst gibt es Studentenfutter mit Trockenfrüchten und Nüssen!
  • Blutzuckerspiegel ausgeglichen halten: Möglichst Zucker nur in homöopathischen Dosen, Weißmehl und Weizenmehl einschränken oder mit Ballaststoffen kompensieren. Starke Schwankungen führen zu Leistungsabfall, Schwächegefühl und Gereiztheit.
  • Gewürze sind das A und O der Soulfood-Küche! Die Geschmacksknospen im Mund sind direkt mit dem Gehirn verbunden und führen direkt zu Glücksempfinden. Gewürze sind also Stimmungsheller ersten Ranges, aber auch antibakteriell,  antiviral, antifungizid und reinigend.  Wunderbare Gewürzkreationen für jede Lebenslage und zum Selbermachen enthält das Buch Yoga Kitchen. Die Kochbücher von Yotam Ottolenghi überraschen mit wundervollen Rezepte mit den ausgefallensten Gewürzen dieser Welt. Gönne sie dir! Mein liebster Gewürzversand: Kräuterparadies Lindig München.

Mein Lieblings-Soulfood:  Aprikosen-Tarte

Diese Tarte ist ein Geschmackserlebnis mit exotischem Einschlag, wunderbar leicht, führt nicht zu Blutzuckerschwankungen, belastet den Cholesterinspiegel nicht, hat genügend Ballaststoffen und ist einfach nur köstlich! das ist Genießen im besten Sinne!
Und das Grundprinzip lässt sich beliebig variieren. Die Menge ist für eine kleine Form, bei Bedarf verdoppeln.

Teig:
50 gr Mandelmehl, 50 gr Kokosmehl, 50 gr Teffmehl (äthiopische Kleinhirse) oder Dinkelmehl, 1 EL Leinsamen-Mehl
1 geh. EL Kokosöl, 3-4 EL Heißes Wasser, 1/2 Mokkalöffel Stevia, Vanillepulver, Zitronenschale

Belag:
200 gr Quark (z.B. auch Soja oder Ziege), 2 Eigelbe (oder 1geh. EL Flohsamenschalen), 1 Mokkalöffel Stevia,  Vanilleschote ausgekratzt, Zitronenschale

Ca. 300 gr Aprikosen halbiert, 1 EL Aprikosenmarmelade erwärmt

Wasser mit Kokosöl vermischen, Mürbteig kneten. Bei 175 Grad ca. 10 Minuten vorbacken. Quarkcreme mixen. Auf dem Boden glatt streichen. Mit Aprikosen belegen. Nach dem Backen mit Aprikosenmarmelade bestreichen.

  • Mandelmehl (fein) hat einen hohen Eiweißgehalt und ist fettreduziert.
    Wunderbar aromatisch ähnlich wie marzipan und ideal für den Blutzuckerspiegel!
  • Kokosmehl mit dem Aroma der Südsee ist glutenfrei, fettarm, cholesterinfrei, geschmackvoll und ballaststoffreich.
  • Teffmehl, das glutenfreie Power-Korn ist besonders vitalstoffreich. Calcium, Magnesium und Eisen, und ganz besonders eiweißreich!
  • Kokosöl reguliert erstaunlicherweise den Blutfettspiegel, wirkt antimikrobiell und ist tatsächlich hilfreich gegen Übergewicht und wunderbar aromatisch!
  • Sojaquark ist leicht und lecker und inzwischen fast überall erhältlich und mit dem Trick Zitronenschale und Vanille ganz köstlich!
  • Stevia als Süßungsmittel ist zu Unrecht in Verruf geraten. Die südamerikanische Pflanze enthält NULL Kalorien, reguliert den Blutzuckerspiegel, schützt sogar die Zähne vor Kariesbefall und senkt eventuell auch den Blutdruck. Der Geschmack ist etwas anders als Zucker, aber meine Gäste haben sich noch nie beschwert! Allerdings:
    VORSICHTIG dosieren, denn die Süßkraft ist enorm hoch. Mit einer Prise beginnen, sonst werden die Speisen bitter.
  • Zitronenschale ist meine Geheimwaffe für alle Gerichte, die einen Frische-Kick brauchen! Zitrone mit sehr heißem Wasser waschen und abbürsten, trockenreiben und dann abreiben. Sparen nicht notwendig! Die Rezepte unserer Großmütter enthielten ganz oft Zitronenabrieb.

Schlemmen für die Seele – Tipps

Meine bewährten Soulfood-Rezepte sind zum Beispiel:

  • Buchweizen-Pfannenpizza: Buchweizenmehl, 10% Leinmehl, Yogurt, Schabzigerklee als Teig. Belag mit Gemüse, Oliven, Pinienkernen, Ziegenkäse
  • Sesam-Schokopudding, der Schololadengenuss ohne Reue
  • Buchweizenspagetti mit Tomaten-Mandelmus-Sauce, Oliven und Zucchini, Pecorinokäse
  • Porridge mit Haferflocken, Hafermilch, Kardamom, Vanille, Kokosmus, Zitronenschale, Steviapulver, Aprikosen oder Himbeeren
  • Buchweizenflocken-Porridge mit Sternanis, Kakao, Kardamom und Stevia, Kokosmus, Mandeln und Orangenschale und-Filets

Gönn dir dein tägliches Soulfood und sei es dir wert, dich rundherum zu verwöhnen! Viele wunderbare Tipps findest du auch auf der Top-aktuellen Seite von Schrot und Korn.
So zeigt sich die Welt definitiv von ihrer besten Seite! Uns außerdem gibt es noch mehr solcher effektiven Mikrostrategien für ungebremste Lebenslust! Lerne sie in meiner Facebook-Gruppe kennen!

 

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.